Honorarkürzungen von Psychotherapeuten

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Der Preis des Schweigens: Warum die Sparpläne der GKV den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden Im Februar 2026 steht das deutsche Gesundheitssystem an einem Scheideweg. Während internationale Studien psychische Gesundheit als das „Humankapital des 21. Jahrhunderts“ definieren, plant der GKV-Spitzenverband, die Honorare für Psychotherapeuten zum 1. April 2026 um 10 Prozent zu senken. Eine Analyse der Daten zeigt: Dies ist kein Sparpaket, sondern eine ökonomische Sabotage.

1. Die verborgenen Kosten: Präsentismus und Produktivitätsverlust Oft wird nur über die Kosten der Therapie gesprochen, selten über die Kosten der Nicht-Therapie. Laut dem DAK-Psychreport 2025 und aktuellen Daten von Anfang 2026 sind psychische Erkrankungen für 17,4 % aller Fehltage verantwortlich. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Präsentismus-Faktor: Der weitaus größere Schaden entsteht durch „Präsentismus“ – Kranke, die sich zur Arbeit schleppen, aber nur einen Bruchteil ihrer Leistung erbringen. Studien zeigen, dass Präsentismus die Volkswirtschaft doppelt bis dreimal so viel kostet wie Fehlzeiten (Absentismus).Gesamtschaden: Die volkswirtschaftlichen Kosten durch unzureichend behandelte psychische Leiden in Deutschland werden für 2026 auf über 150 Milliarden Euro geschätzt (direkte und indirekte Kosten).

2. Der ROI: Jeder Euro kommt vierfach zurück Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat berechnet, dass jeder Euro, der in die Behandlung von Depressionen und Angststörungen investiert wird, ei…

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